Sattelauflieger quer auf Autobahn platziert: Unbekannte schaffen gefährliche Situation
In der Dunkelheit war der Sattelauflieger kaum wahrnehmbar.
Foto: Polizei Bremen
Alexander Heinen
24.01.2026 – 12:25 Uhr
Bremen – In der Nacht ereignete sich ein Vorfall, der fatale Folgen hätte haben können. Unbekannte haben auf der Autobahn 281 bei Bremen einen Sattelauflieger quer über alle Fahrbahnen positioniert. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei haben Ermittlungen wegen versuchten Totschlags aufgenommen.
Der massive Auflieger blockierte in der Nacht von Samstag gegen 2.10 Uhr sowohl die beiden Fahrstreifen als auch den Standstreifen. Laut Angaben der Polizei befand sich der Tatort auf der A281 in Fahrtrichtung A27, zwischen den Anschlussstellen Strom und Seehausen.
„Da der Auflieger keine Ladung transportierte, war das Hindernis besonders bei Dunkelheit nur schwer zu erkennen“, so die Mitteilung der Polizei. Bereits mehrere Fahrzeuge mussten hinter dem Sattelauflieger anhalten. Ein 64-jähriger Lkw-Fahrer bemerkte das Hindernis im allerletzten Moment und konnte durch eine Vollbremsung einen schweren Unfall verhindern. Er setzte sein Fahrzeug anschließend zurück, um andere Verkehrsteilnehmer vor der Gefahr zu warnen.
Die Polizei geht von einer vorsätzlichen Handlung aus. Auf Anfrage erklärte die Polizei: „Aufgrund der Feststellungen am Tatort ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt von einer vorsätzlichen Tat auszugehen, da das Abstellen des Aufliegers auf der Autobahn Rangierarbeiten und weitere Schritte erfordert. Der glückliche Ausgang ist allein dem Zufall und der vorbildlichen Reaktion des 64-Jährigen zu verdanken.“
Die Polizei bezeichnet die Situation als extrem gefährlich. Dass es zu keinen Verletzungen kam, sei beinahe ein Wunder. Zeugen, die in der Nacht zu Samstag im genannten Bereich auffällige Beobachtungen gemacht haben oder Informationen zur Herkunft des Sattelaufliegers geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter 0421 362-3888 zu melden.
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