Ein tragischer Vorfall in Allentsteig, bei dem ein Güterzug ein Auto erfasste, hat für die betroffene Familie verheerende Folgen. Zwei Elternteile verloren ihr Leben, während ihre zweijährige Tochter unversehrt blieb. Der Unfall ereignete sich um 16 Uhr an einem mit Blinklicht gesicherten Bahnübergang der Franz-Josefs-Bahn im Bezirk Zwettl, in der Nähe der ehemaligen Haltestelle Thaua.
Details zum Unfall
Die genauen Umstände des Zusammenstoßes sind derzeit noch unklar. Die Ermittlungsbehörden prüfen verschiedene Faktoren, die zu dem folgenschweren Unglück geführt haben könnten. Dazu zählen Unachtsamkeit, eingeschränkte Sichtverhältnisse oder ein möglicher Fahrfehler der 34-jährigen Mutter, die das Fahrzeug lenkte.
Reaktionen aus der Gemeinde
Die Familie war in der Region gut bekannt und geschätzt. Bürgermeister Georg Marksteiner äußerte sich betroffen:
„Sie waren Stammkunden auf unserem Bio-Hof und kamen mehrmals pro Woche vorbei. Sie waren immer sehr nett, auch wenn sie erst seit kurzer Zeit bei uns waren.“
Kurz vor dem Unglück hatte die Familie noch Einkäufe auf dem Hof getätigt. Marksteiner erinnerte sich daran, wie die kleine Mina oft den Stall besuchte und besonders an den Kühen interessiert war.
Zeugenaussagen und Gerüchte
Augenzeugen berichteten von einem lauten Knall, der den Zusammenstoß begleitete, und dass der Lokführer mehrmals die Hupe betätigte. Es gab auch Gerüchte, dass das Auto möglicherweise mitten auf den Gleisen stehen geblieben war. Dies wirft die Frage auf, ob die Fahrerin den Motor abgewürgt hatte oder das Fahrzeug nicht mehr ansprang.
Einsatz der Rettungskräfte
Der Einsatz für die Rettungskräfte stellte sich als herausfordernd dar.
„Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und allen Betroffenen dieses tragischen Unfalls“, sagten die Einsatzkräfte nach dem Vorfall.
Nach dem Zusammenstoß wurde das Auto teilweise unter dem Zug eingeklemmt, was die Bergung erschwerte. Erst mit Hilfe von zwei Seilwinden konnte der Pkw schließlich vom Zug befreit werden.
Der Zustand der kleinen Mina
Die kleine Mina wurde schnell aus dem Wrack gerettet und mit einem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Die Eltern konnten leider nur noch tot geborgen werden.
Kontroversen um den Bahnübergang
Dieser Vorfall wirft erneut Fragen zu einem seit Jahren umstrittenen Bahnübergang auf. Die Kreuzung auf der L75 in Allentsteig war bereits mehrfach Schauplatz schwerer Unfälle. Im Jahr 2015 starb ein 49-jähriger Lokführer, als sein Zug mit einem Sattelschlepper kollidierte. Vollautomatisch beschrankte Eisenbahnkreuzungen in Österreich sind gemäß der Eisenbahnkreuzungsverordnung mit Schrankenbäumen, Lichtzeichen und akustischen Signalen ausgestattet, während nicht beschrankte Übergänge nur mit Lichtzeichen und gegebenenfalls einem akustischen Warnsignal versehen sind.
Quellen: kosmo
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