Ein US-Kampfjet ist nach feindlichem Beschuss über dem Iran abgestürzt. Während die heikle Rettungsaktion für ein vermisstes Besatzungsmitglied im Gange ist, wurde ein weiteres US-Flugzeug getroffen. Zuvor hatte die Regierung unter Präsident Trump noch erklärt, die Lufthoheit über dem Iran erlangt zu haben.
Nach dem ersten feindlichen Abschuss eines US-Kampfjets im Iran seit Beginn der Kampfhandlungen ist das Schicksal eines Besatzungsmitglieds ungewiss. Laut iranischen Angaben und Berichten aus US-Medien war dies nicht der einzige Rückschlag, den die Vereinigten Staaten am Freitag erlitten haben. Demnach wurde auch ein US-Kampfflugzeug des Typs A-10 in der Region des Persischen Golfs nahe der Straße von Hormus getroffen.
Wie die Sender NBC News und CBS News unter Berufung auf US-Beamte berichteten, unterstützte das A-10-Flugzeug eine Such- und Rettungsmission, nachdem der Iran zuvor den F-15E-Kampfjet über seinem Hoheitsgebiet abgeschossen hatte. Der Pilot des A-10 konnte seine beschädigte Maschine in den Luftraum Kuwaits steuern und sich in Sicherheit bringen.
Zusätzlich traf der Iran laut Informationen von NBC News und der Washington Post auch zwei Black-Hawk-Hubschrauber, die ebenfalls an den Such- und Rettungsmaßnahmen beteiligt waren. Einige Soldaten wurden verletzt, konnten sich jedoch in Sicherheit bringen.
Rettungsaktion: Trump reagiert zurückhaltend
Diese Vorfälle stellen eine weitere Eskalation des von den USA und Israel begonnenen Krieges dar und verdeutlichen, dass der Iran nach wie vor in der Lage ist, den Angreifern gefährlich zu werden. Präsident Donald Trump sieht sich dadurch unter Druck gesetzt. Normalerweise verlässt er die US-Hauptstadt freitags, um das Wochenende in seinem Club Mar-a-Lago in Florida zu verbringen, doch laut seinem offiziellen Terminplan bleibt er an diesem Samstag in Washington. Er und sein Team versuchen, den Eindruck zu erwecken, dass US-Flugzeuge in Irans Luftraum keine Angriffe mehr fürchten müssen. Es wurde behauptet, die USA hätten die Lufthoheit erlangt, und Trump deutete an, dass die militärischen Fähigkeiten Teherans nahezu vernichtet seien.
Nach den Rückschlägen hält sich die US-Regierung zunächst bedeckt. Medienberichten zufolge konnte eines der beiden Besatzungsmitglieder des F-15E nach dem Absturz gerettet werden. Nach dem anderen wird in einer aufwendigen Rettungsaktion gesucht. Auf die Frage, was er tun würde, falls das vermisste Besatzungsmitglied von Iranern gefangen genommen oder verletzt werden sollte, sagte Trump in einem Telefoninterview:
„Nun, das kann ich nicht kommentieren, weil – wir hoffen, dass das nicht passieren wird.“
Gespräche mit dem Iran sieht Trump durch den Absturz des Kampfjets nicht beeinflusst.
„Es ist eben Krieg“,
sagte er auf eine entsprechende Frage.
Keine Verhandlungslösung in Sicht
Eine Verhandlungslösung ist derzeit nicht in Aussicht. Trump hatte am Donnerstag gedroht, dass der Iran sich auf einen Deal einlassen sollte, bevor es zu spät sei und nichts mehr von dem Land übrig bleibe.
„Die neue Führung des Regimes weiß, was getan werden muss“,
betonte er und fügte hinzu, dass dies schnell geschehen müsse. In der US-Bevölkerung gibt es wenig Zustimmung für den Krieg, und Trump hatte angekündigt, die Kämpfe innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen zu beenden. Ein mögliches Kriegsende ohne Verhandlungslösung und Zugeständnisse könnte die Führung der Islamischen Republik, ungeachtet massiver Schäden und vieler Opfer im Land, als großen Sieg feiern.
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