Ebola-Ausbruch im Kongo: Zahl der Todesopfer steigt auf fast 4000
Die gegenwärtige Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo entwickelt sich zu einer der schwersten in der Geschichte des Landes. Seit Mitte Mai sind in sieben Provinzen über 8.000 Fälle dieser hochansteckenden Krankheit registriert worden. Laut Angaben der Gesundheitsbehörden waren bis zum 26. September insgesamt 8.067 Infektionen im Labor bestätigt worden, von denen 3.901 tödlich endeten. Derzeit gelten 2.070 Patientinnen und Patienten als genesen, während sich 773 Personen in Isolation oder Behandlung befinden.
Diese Epidemie ist bereits die zweitgrößte, die jemals dokumentiert wurde, und tritt in die Fußstapfen des katastrophalen Ausbruchs zwischen 2014 und 2016 in Westafrika. Besonders besorgniserregend ist das rasante Ansteigen der Neuinfektionen, das von der Africa CDC festgestellt wurde. Aktuell stehen den medizinischen Fachkräften keine Impfstoffe oder spezifischen Therapien gegen den vorherrschenden Virustyp zur Verfügung.
Fallzahlenentwicklung in betroffenen Regionen
Die Africa CDC berichtete über eine positive Entwicklung in der Provinz Ituri, die als Zentrum des Ausbruchs gilt. Dort sank die Zahl der Ebola-Fälle in den letzten drei Wochen um 25 Prozent. Dennoch besteht kein Grund zur Entwarnung, da in der benachbarten Provinz Nord-Kivu ein Anstieg um 56 Prozent verzeichnet wurde. In Nord-Kivu kam es in den letzten Wochen zu intensiven Kämpfen, was zur Flucht und Vertreibung Tausender Menschen führte. Diese Unsicherheit trägt dazu bei, dass viele Betroffene Gesundheitszentren erst spät aufsuchen, was die Behandlung von Ebola-Fällen erschwert und die Sterblichkeit erhöht.
Probleme bei der Kontaktverfolgung
Ein weiteres Hindernis bei der Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs ist die mangelhafte Nachverfolgung der Kontakte von Infizierten. Die Africa CDC schätzt, dass für jeden bestätigten Ebola-Fall rund 60 Kontakte verfolgt werden müssten. Tatsächlich liegt das Verhältnis jedoch bei nur 1 zu 20. Diese unzureichende Nachverfolgung erschwert die Eindämmung der Epidemie erheblich.
Ebola ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, die durch direkten Körperkontakt und den Austausch von Körperflüssigkeiten übertragen wird. Zu den Symptomen zählen hochansteckendes Fieber, Durchfall und Blutungen. Der aktuelle Ausbruch stellt eine besondere Herausforderung dar, da für den vorherrschenden Bundibugyo-Virustyp weder spezifische Impfstoffe noch Therapien zur Verfügung stehen.
Forschung und klinische Studien
Seit Juli werden klinische Studien zur Erprobung zweier antiviraler Therapien durchgeführt. Zudem wird untersucht, ob der bereits zugelassene Ebola-Impfstoff Ervebo auch gegen den Bundibugyo-Typ wirksam ist. Dieser Impfstoff ist für den Gebrauch bei Ausbrüchen des Zaire-Ebolavirus zugelassen und empfohlen. Die Ergebnisse dieser Studien könnten entscheidend für die Bekämpfung des gegenwärtigen Ausbruchs sein.
Quellen: n-tv, Der Spiegel
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.