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Die Bayerische Polizei – Betrugsfälle auf Kleinanzeigenportalen

Die Nürnberger Kriminalpolizei warnt vor Betrugsmaschen auf Kleinanzeigenportalen, bei denen Verkäufer ins Visier genommen werden. Täuschend echte Phishing-Links versuchen, sensible Daten zu stehlen.

Die Bayerische Polizei – Betrugsfälle auf Kleinanzeigenportalen

23.01.2026, Polizeipräsidium Mittelfranken

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NÜRNBERG. (64) Das Kommissariat für Cybercrime der Nürnberger Kriminalpolizei hat erneut betrügerische Aktivitäten auf verschiedenen Kleinanzeigenplattformen festgestellt. Die Täter richten sich zunehmend gegen Verkäufer von Waren. Die Polizei warnt eindringlich vor den Betrugsmaschen im Online-Handel.

Während in der Vergangenheit häufig Käufer auf Kleinanzeigenportalen Opfer von Betrügern wurden, sind nun die Verkäufer ins Visier der Täter geraten. Nutzer dieser Plattformen sehen sich während des vermeintlich harmlosen und oft routinemäßigen Bezahlvorgangs plötzlich mit Links konfrontiert, die auf den ersten Blick vertrauenswürdig erscheinen. Tatsächlich handelt es sich jedoch um sogenannte Phishing-Links, die täuschend echt gestaltete Internetseiten darstellen. Auf diesen Seiten versuchen die Betrüger, an sensible Informationen wie Kreditkartendaten oder Zugangsdaten zum Online-Banking der Verkäufer zu gelangen.

Vorgehensweise der Betrüger

Die Methoden der Betrüger sind dabei äußerst raffiniert. Oft wird Druck ausgeübt, um Dringlichkeit zu suggerieren, oder eine sichere Abwicklung durch angebliche Zahlungsdienste vorgetäuscht. Nachdem eine übliche Zahlungsmethode vermeintlich nicht funktioniert hat, wird der Verkäufer darüber getäuscht, dass der Artikel über die Funktion „Sicher bezahlen“ erworben wurde. Das Betrugsopfer erhält eine E-Mail, die scheinbar vom Portal stammt, mit dem Hinweis, dass der Käufer den Artikel bezahlt hat. Über einen Link wird der Verkäufer aufgefordert, das bezahlte Geld „abzuholen“. Damit beginnt das Phishing nach Bankdaten oder Kreditkarteninformationen, und die Opfer verlieren ihr Geld.

Präventionstipps der Polizei

Das zuständige Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei gibt folgende Präventionstipps:

  • Nutzen Sie ausschließlich Bezahlmethoden, mit denen Sie vertraut sind und deren Funktionsweise Sie verstehen.
  • Als Verkäufer sollten Sie die Bezahlmethode vorgeben, nicht der Käufer.
  • Brechen Sie den Bezahlvorgang sofort ab, wenn Sie unerwartet oder ohne nachvollziehbaren Grund auf eine externe Internetseite weitergeleitet werden.
  • Geben Sie niemals Ihre Kreditkartendaten an, wenn Sie eigentlich Geld empfangen sollen.
  • Kein seriöses Unternehmen sendet Ihnen einen Link und fordert Sie anschließend auf, sich mit Ihren Zugangsdaten in Ihr Online-Banking oder andere Konten einzuloggen.
  • Wenn Sie auf einen Link geklickt haben und nach Zugangsdaten gefragt werden, brechen Sie den Vorgang sofort ab.
  • Online-Banking-Zugangsdaten, TANs und Passwörter sollten niemals telefonisch weitergegeben werden. Wer danach fragt, ist mit Sicherheit ein Betrüger.
  • Überprüfen Sie beim Durchführen von Freigaben im Online-Banking auf Ihrem Handy, was genau Sie freigeben und ob es sich tatsächlich um das handelt, was Sie freigeben möchten.
  • Übermitteln Sie online niemals Ausweisfotos, wenn Ihr Gegenüber Sie danach fragt, um vermeintlich Ihr Vertrauen zu gewinnen. Diese persönlichen Daten können für betrügerische Handlungen missbraucht werden.
  • Gestatten Sie fremden Personen keinen Fernzugriff auf Ihren PC.

Falls Sie Opfer eines solchen Betrugs geworden sind oder Verdacht schöpfen, können Sie sich jederzeit an Ihre örtliche Polizeidienststelle wenden. Weitere Informationen und Verhaltenstipps zum Thema Phishing finden Sie auf der Website www.polizei-beratung.de.

Erstellt durch: Kai Schmidt

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Bildquelle: Depositphotos

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