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Die Bayerische Polizei – Medieninformation der Polizei München vom 26.01.2026

Die Münchner Polizei berichtet von mehreren Fällen von organisiertem Callcenterbetrug, darunter ein Schockanruf, bei dem ein Rentner Gold übergibt. Zudem wurde ein Tatverdächtiger nach Betrug durch falsche Polizeibeamte festgenommen. Zeugen werden dringend gesucht.

Die Bayerische Polizei – Medieninformation der Polizei München vom 26.01.2026

Organisierter Callcenterbetrug in Gräfelfing

Am Freitag, dem 23. Januar 2026, erhielt ein über 80-jähriger Mann einen Anruf von einem unbekannten Täter, der sich als Arzt ausgab. Der Anrufer informierte den Rentner, dass seine Tochter an Krebs erkrankt sei und dringend Medikamente benötige, wofür ein Betrag von 180.000 Euro erforderlich sei.

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Da der Senior kein Bargeld in dieser Höhe zur Verfügung hatte, bot er an, Gold im niedrigen sechsstelligen Bereich zu übergeben. Der Anrufer forderte ihn auf, das Gold in einer Plastiktüte zu verpacken und auf die Übergabe zu warten.

Nach dem ersten Anruf erhielt der Rentner einen weiteren Anruf von einer vermeintlichen Polizistin, die ihm mitteilte, dass sie das vorherige Gespräch mitgehört habe und ihn vor dem Betrug warnte. Um den Täter festzunehmen, solle er dennoch das Gold übergeben. Der Senior glaubte der falschen Polizistin und übergab das Gold an den unbekannten Täter.

Nach dem Betrug bemerkte der Rentner den Vorfall und verständigte selbstständig den Polizeinotruf 110. Eine sofortige Fahndung am vereinbarten Treffpunkt blieb jedoch ohne Erfolg.

Der Abholer wird wie folgt beschrieben: männlich, etwa 20 Jahre alt, circa 175 cm groß, trug eine braune Hose.

Zeugenaufruf

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich des Paul-Diehl-Parks, Lärchenstraße und Ulmenstraße (Lochham) Beobachtungen gemacht, die mit diesem Vorfall in Verbindung stehen könnten? Personen mit sachdienlichen Hinweisen werden gebeten, sich mit dem Die Bayerische Polizei, Kommissariat 61, unter der Telefonnummer 089 2910-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis der Polizei München

Die Vorgehensweise der Täter ist häufig ähnlich. Sie geben sich am Telefon als Polizeibeamte, Amtsträger oder Ärzte aus und versuchen, ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden zur Herausgabe von Vermögenswerten zu bewegen. Ein gesundes Misstrauen ist daher die beste Prävention.

  • Krankenhäuser oder Polizei/Staatsanwaltschaften fordern niemals Barzahlungen oder schicken Boten zur Geldabholung.
  • Geben Sie keine vertraulichen Informationen preis und versuchen Sie, die angeblich erkrankte Person direkt zu kontaktieren.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände!
  • Wählen Sie im Zweifel immer die Notrufnummer 110, wir sind jederzeit für Sie erreichbar!

Festnahme nach Callcenterbetrug in Oberschleißheim

Am Samstag, dem 24. Januar 2026, wurde eine über 80-jährige Frau aus dem Landkreis München von einem unbekannten Anrufer kontaktiert, der sich als Polizeibeamter ausgab. Der Anrufer forderte einen hohen Geldbetrag und vereinbarte einen Übergabeort in der Wohnung der Seniorin.

Durch polizeiliche Maßnahmen konnten zivile Einsatzkräfte zur Tatörtlichkeit beordert werden. Die Beamten beobachteten einen männlichen Täter, der gerade dabei war, die Wertgegenstände an sich zu nehmen, und nahmen ihn fest. Die sichergestellten Wertgegenstände hatten einen Wert im niedrigen fünfstelligen Eurobereich. Der Tatverdächtige, ein 17-jähriger Deutscher aus Berlin, wurde wegen Trickbetrugs angezeigt und anschließend wieder entlassen.

Trickdiebstahl in Obergiesing

Am Freitag, dem 23. Januar 2026, gegen 16:30 Uhr, klingelten zwei unbekannte Täter an der Wohnung eines über 80-jährigen Mannes. Sie gaben vor, Kaufinteressenten für eine Wohnung zu sein, und baten um einen Stift und Zettel, um in die Wohnung des Seniors zu gelangen.

Sie fragten zudem, ob sie Geld für den Wohnungsankauf kurzzeitig im Tresor des Seniors lagern könnten. Während einer der Täter den Senior im Wohnzimmer ablenkte, entwendete der andere den Tresor samt Inhalt. Anschließend flüchteten beide mit einem schwarzen SUV in Richtung Fockensteinstraße.

Im Tresor befanden sich Bargeld, Schmuck und eine legal besessene Schusswaffe (ohne Munition) im Gesamtwert eines unteren fünfstelligen Eurobetrags.

Zeugenaufruf

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Bayrischzeller Straße, Fischbachauer Straße und Fockensteinstraße (Obergiesing) Beobachtungen gemacht, die mit diesem Vorfall in Verbindung stehen könnten? Personen mit sachdienlichen Hinweisen werden gebeten, sich mit dem Die Bayerische Polizei – Niederbayern: Bei Auseinandersetzung Bargeld entwendet, Kommissariat 55, unter der Telefonnummer 089 2910-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Polizeieinsatz wegen Bedrohung in Bogenhausen

Am Freitag, dem 23. Januar 2026, gegen 23:40 Uhr, beobachtete ein Anwohner einen Streit zwischen zwei Personengruppen, bei dem es zu einer Bedrohung mit einem Messer gekommen sein soll. Mehrere Polizeistreifen wurden zur Örtlichkeit entsandt, wobei die Einsatzkräfte entsprechende Schutzausrüstung trugen.

Vor Ort trafen die Beamten auf zwei Gruppen mit insgesamt sieben Personen im Alter von 14 bis 16 Jahren, die deutscher, italienischer und polnischer Staatsangehörigkeit waren. Der Großteil der Personen hatte ihren Wohnsitz in München. Ein Streit zwischen zwei Beteiligten war der Auslöser des Konflikts. Während des Streits wurde ein Ei auf die andere Gruppe geworfen, woraufhin ein 15-Jähriger mit polnischer und englischer Staatsbürgerschaft einen Teleskopschlagstock vorzeigte. Eine aktive Bedrohung fand jedoch nicht statt.

Die Polizeistreifen konnten alle Personen vor Ort kontrollieren. Bei dem 15-Jährigen wurden neben dem Teleskopschlagstock auch ein Handbohrer und ein Tütchen mit weißem Pulver sichergestellt. Ob es sich dabei um Betäubungsmittel handelt, wird noch ermittelt. Es wurden keine Personen verletzt.

Die weiteren Ermittlungen, unter anderem wegen Bedrohung und versuchter Körperverletzung, werden vom Kommissariat 26 übernommen.

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Bildquelle: Depositphotos

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