In einem Gewerbehof nahe der Messehallen in Hamburg kam es zu einem tödlichen Vorfall, bei dem Schüsse abgegeben wurden. Zwei Männer starben dabei, während ein dritter schwer verletzt wurde. Zeugen im Stadtteil St. Pauli alarmierten am Dienstagabend die Polizei, nachdem sie die Schüsse gehört hatten.
Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass zwischen den Opfern und den Tätern eine bekannte Beziehung bestehen könnte. Konkrete Details zur Tat sind jedoch bislang nicht verfügbar.
Die Polizei entsandte schnell mehrere Streifenwagen zur Lagerstraße, unweit der S-Bahn-Station Sternschanze. Dort trafen die Einsatzkräfte auf einen 47-jährigen Mann, der offensichtlich durch Schüsse verletzt worden war. Trotz sofortiger Reanimationsversuche gelang es nicht, sein Leben zu retten.
Während die Beamten ein angrenzendes Gebäude durchsuchten, fanden sie ein weiteres Opfer, das ebenfalls tödliche Verletzungen aufwies. Die Identität des Mannes war bis Mittwochmittag noch unklar. Um die Verantwortlichen zu finden, leitete die Polizei eine umfassende Fahndung ein, an der über zwanzig Funkstreifenwagen beteiligt waren. Zusätzlich kam eine Drohne zum Einsatz, um die Ermittlungen zu unterstützen.
Ein 48-jähriger Mann, der ebenfalls verletzt wurde, befindet sich nicht in Lebensgefahr, da er sich eigenständig in ein Krankenhaus begeben hatte, bevor die Polizei eintraf.
Die Ermittler sind nun auf der Suche nach weiteren Zeugen, die möglicherweise Informationen zum Vorfall liefern können. Das Landeskriminalamt für Organisierte Kriminalität und die Mordkommission haben die Ermittlungen in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft übernommen.
Zudem wird ein möglicher Zusammenhang zu einem Vorfall Ende Juni untersucht, als eine Handgranate auf ein Betriebsgelände in der Lagerstraße geworfen wurde. Dieser Vorfall führte zu einer Explosion, die sowohl das Gebäude als auch mehrere Fahrzeuge beschädigte.
Dirk Nockemann, der Fraktionschef der AfD in Hamburg, äußerte sich kritisch zu den Geschehnissen und stellte die Sicherheitslage in der Stadt infrage. Er warf dem Innensenator der SPD, Andy Grote, vor, die Situation seit Jahren zu beschönigen.
Die Ermittlungen sind weiterhin im Gange, und die Polizei ruft die Bevölkerung zur Mithilfe auf, um Informationen zu sammeln, die zur Aufklärung des Vorfalls beitragen können.
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Quellen: Süddeutsche Zeitung, NDR
Bildquelle: Bastian Struck auf Pexels
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