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Die japanische Gemeinschaft in Düsseldorf: Ein Blick auf ihre Wurzeln

Düsseldorf bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, authentisch japanisch zu speisen. Die japanische Kultur ist in der Stadt stark vertreten, was sich nicht nur in der…

Die japanische Gemeinschaft in Düsseldorf: Ein Blick auf ihre Wurzeln

Düsseldorf bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, authentisch japanisch zu speisen. Die japanische Kultur ist in der Stadt stark vertreten, was sich nicht nur in der Gastronomie zeigt. Schätzungen zufolge gibt es in Düsseldorf etwa 80 japanische Restaurants, insbesondere im Viertel Little Tokyo. Darüber hinaus haben rund 600 japanische Unternehmen ihren Sitz oder ihre Europazentrale in der Stadt, was Düsseldorf zur größten japanischen Gemeinschaft in Kontinentaleuropa macht. Laut der offiziellen Website der Stadt leben hier mehr als 8400 Japaner, was Düsseldorf als den führenden Standort für Japaner in Kontinentaleuropa ausweist. Die städtische Infrastruktur ist entsprechend ausgerichtet und umfasst japanische Bildungseinrichtungen, ein Generalkonsulat, die japanische Industrie- und Handelskammer sowie zahlreiche Kulturinstitutionen und Vereine, darunter das bekannte buddhistische Kulturzentrum EKŌ-Haus. Zudem bietet die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) seit über zehn Jahren eine Direktverbindung zwischen Düsseldorf und Tokio-Narita an, was die wirtschaftlichen und persönlichen Verbindungen weiter stärkt.

Die Wurzeln der großen japanischen Gemeinschaft in Düsseldorf reichen bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zurück. In dieser Zeit rückte die Schwerindustrie in den Fokus vieler Nationen, da sie für den Wiederaufbau zerstörter Städte von großer Bedeutung war. Düsseldorf erwies sich aufgrund seiner Nähe zum Ruhrgebiet, dem größten Industriezentrum Deutschlands, als attraktiver Standort für Unternehmen. Japanische Firmen, die zuvor vorwiegend in Berlin und Hamburg tätig waren, verlagerten ihre Aktivitäten zunehmend nach Düsseldorf. Ein Forschungsprojekt der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit dem Titel „Die Geschichte des japanischen Wirtschaftsstandorts Düsseldorf“ zeigt, dass diese wirtschaftlichen Rahmenbedingungen den Grundstein für die spätere Entstehung einer großen japanischen Community in der Stadt legten.

Düsseldorf erkannte das Potenzial dieser Entwicklung und ergriff gezielte Maßnahmen, um weitere japanische Unternehmen anzuziehen. Die Stadt bot konkrete Angebote für Büros an und unterstützte Firmen bei der Niederlassung. Im Laufe der Zeit wurde auch die notwendige Infrastruktur für die japanische Gemeinschaft ausgebaut. 1963 wurde die Idee eines Japan-Centers an der Immermannstraße entwickelt, das 1978 fertiggestellt wurde. Dieses Zentrum wurde als „ein Ort zum Essen und Trinken“ beschrieben und gilt als „Paradies für Shopping-Enthusiasten, die auf der Suche nach authentischen Produkten sind“. Der Japan-Tag, ein Fest der japanischen Kultur in Düsseldorf, wurde erstmals 1966 ins Gespräch gebracht, fand jedoch in seiner heutigen Form erst 2002 statt.

Viele der in Düsseldorf lebenden Japaner sind Expats, die für einige Jahre aus beruflichen Gründen in der Stadt leben und anschließend in ihre Heimat zurückkehren. Um den Kontakt aufrechtzuerhalten, organisiert Düsseldorf gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen und der Messe Düsseldorf regelmäßig den „Düsseldorf Abend“ in Tokio. Zu diesem Event werden zahlreiche ehemalige Düsseldorfer Expats, Firmenvertreter und Diplomaten eingeladen. Das Treffen dient der Pflege bestehender Wirtschaftskontakte und der Akquise neuer Geschäftspartner, wobei auch Erinnerungen an die Zeit in Deutschland aufgefrischt werden. Ein Highlight des Abends ist der Genuss rheinischer Spezialitäten; in diesem Jahr wurden rund 800 Liter Altbier einer familiengeführten Düsseldorfer Brauerei nach Tokio gebracht.

Bildquelle: Unsplash / AZGAN MjESHTRI

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