Mit dem bevorstehenden Start der Sommerferien in neun Bundesländern am kommenden Wochenende müssen sich Autofahrerinnen und Autofahrer auf mögliche Verkehrsbehinderungen einstellen. Der ADAC warnt vor einem signifikanten Anstieg der Staugefahr auf den Autobahnen, der durch eine Vielzahl an Baustellen sowie durch Schäden aufgrund extremer Hitze verursacht wird.
Der Automobilclub hat insgesamt 28 Autobahnen als besonders staugefährdet eingestuft. Zu diesen Verkehrswegen zählen unter anderem die A1 von Köln nach Fehmarn, die A7 von Füssen bis Flensburg, der Berliner Ring (A10 bis A12), die A95, die von München nach Garmisch-Partenkirchen führt, sowie der Autobahnring München (A99). Auch die A4 und A9 in Sachsen stehen auf der Liste, wobei das Hermsdorfer und das Erfurter Kreuz als besonders kritische Punkte identifiziert wurden.
Zusätzlich sind auch im Ausland viele Strecken von Staus betroffen, wie etwa die Tauern- und Inntalautobahn in Österreich sowie die Brennerroute in Richtung Italien. Der ADAC weist darauf hin, dass fast jede Urlaubsfahrt mit Stau verbunden sein könnte.
Empfohlene Reisezeiten und Strategien
Die größten Verkehrsbehinderungen werden am Freitagnachmittag, am Samstagvormittag und am Sonntagnachmittag erwartet. Reisende, die flexibel sind, sollten versuchen, ihre Fahrten auf weniger frequentierte Tage zu legen. Montag und Dienstag außerhalb der Hauptverkehrszeiten gelten als günstigere Reisetage, da der größte Urlauberverkehr dann in der Regel bereits vorbei ist.
Darüber hinaus rät der ADAC dazu, die Mittagshitze zu vermeiden und frühmorgens oder abends zu fahren. Vor der Abfahrt sollte man sich über die aktuelle Verkehrslage informieren und gegebenenfalls alternative Routen einplanen.
Baustellen und Hitzeschäden als Staurisiken
Nicht nur die Vielzahl an Reisenden trägt zur Staugefahr bei. Aktuell sind rund 1.000 Baustellen auf den Autobahnen in Deutschland aktiv. Beispielsweise bleibt die A1 in Hamburg zwischen Stillhorn und Harburg am kommenden Wochenende aufgrund von Brückenbauarbeiten gesperrt. Auch das Kamener Kreuz auf der A2 in Richtung Hannover ist betroffen.
Die extreme Hitze hat zudem zu Fahrbahnschäden geführt, die als Blow-ups bekannt sind. Diese treten auf, wenn sich der Beton durch hohe Temperaturen ausdehnt und aufplatzt. In Brandenburg wird die Autobahn 10 am Wochenende zwischen den Anschlussstellen Potsdam-Nord und Spandau wegen Reparaturarbeiten vollständig gesperrt. Auch die A2 und A14 in Sachsen-Anhalt waren betroffen, jedoch soll der Verkehr dort laut Autobahn GmbH des Bundes am Donnerstag wieder rollen.
Ferienbeginn in den einzelnen Bundesländern
Die Sommerferien haben bereits in Hessen, dem Saarland und Rheinland-Pfalz begonnen und laufen dort seit dem 29. Juni. Niedersachsen und Bremen hatten am Mittwoch ihren letzten Schultag. Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Schleswig-Holstein folgen am Freitag. Hamburg, Brandenburg und Berlin starten am Donnerstag, den 9. Juli, in die Ferien, während Mecklenburg-Vorpommern am darauffolgenden Montag und Nordrhein-Westfalen am 20. Juli in die Sommerferien gehen. Das letzte Bundesland, das in die Ferien startet, ist Bayern, das am 30. Juli beginnt, gefolgt von Baden-Württemberg am 3. August.
Quellen: tagesschau, Die Zeit