Schweres Zugunglück in Spanien: Zahl der Opfer steigt
Wie viele Menschen waren direkt betroffen von dem tragischen Zugunglück im Süden Spaniens? Nach aktuellen Informationen des Verkehrsministers Óscar Puente sind bei dem Vorfall mindestens 39 Personen ums Leben gekommen. Zusätzlich wird von etwa 100 Schwerverletzten berichtet. Puente wies darauf hin, dass es sich hierbei um eine vorläufige Schätzung handelt.
Der Vorfall ereignete sich am Sonntag um circa 19.40 Uhr in der Nähe der Gemeinde Adamuz in der andalusischen Provinz Córdoba, wie die spanische Bahngesellschaft Renfe mitteilte. Ein Hochgeschwindigkeitszug der italienischen Gesellschaft Trenitalia, der von Málaga nach Madrid unterwegs war, entgleiste und geriet auf das benachbarte Gleis. In der Folge entgleiste auch ein entgegenkommender Hochgeschwindigkeitszug von Renfe.
Nach offiziellen Angaben befindet sich unter den Todesopfern einer der Lokführer. Viele Fahrgäste waren noch viele Stunden nach dem Unglück in den Zügen gefangen. Die Rettungsarbeiten wurden jedoch gegen Mitternacht eingestellt, wie ein Helfer gegenüber RTVE berichtete.
Reaktionen auf das Unglück
Renfe gab bekannt, dass der Verkehr auf dieser wichtigen Verbindung zwischen Madrid und Andalusien mindestens bis einschließlich Montag ausgesetzt bleibt. Die Ursachen des Unglücks sind momentan noch unklar.
«Die Regierung arbeitet eng mit den zuständigen Behörden sowie den Rettungsdiensten zusammen, um den betroffenen Fahrgästen zu helfen», erklärte der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez auf der Plattform X.
Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, ließ es sich nicht nehmen, den Familien und Angehörigen der Opfer ihr Beileid auszusprechen. «Den Verletzten wünsche ich eine schnelle und vollständige Genesung. In dieser Nacht seid ihr in meinen Gedanken», äußerte sie auf Spanisch auf der Plattform X.
Bildquelle: Renardo la vulpo via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)