Der Chemnitzer FC muss den Verlust einer seiner bedeutendsten Vereinsikonen betrauern. Peter Müller, Ehrenmitglied des Vereins, verstarb im Alter von 79 Jahren. Diese traurige Nachricht wurde am Freitagabend durch den Klub veröffentlicht.
Helmut Brunhuber, Vorstandsvorsitzender des Chemnitzer FC, zeigte sich zutiefst betroffen: „Die Nachricht vom Tod Peter Müllers hat uns sehr getroffen. Er hat den Chemnitzer Fußball nicht nur als Teil einer der erfolgreichsten Mannschaften unserer Vereinsgeschichte geprägt, sondern auch einen wesentlichen Teil seines Lebens dem Club gewidmet. In seiner Rolle als Spieler, Geschäftsstellenleiter und langjähriger Wegbegleiter übernahm er über Generationen hinweg Verantwortung und traf entscheidende Entscheidungen zur Entwicklung unseres Vereins.“
Die Geschichte des ehemaligen FC Karl-Marx-Stadt ist stark mit dem Namen Peter Müller verbunden. Der Abwehrspieler absolvierte in seiner aktiven Laufbahn insgesamt 343 Pflichtspiele für den Verein und war ein entscheidendes Mitglied der Mannschaft, die 1967 die Meisterschaft in der DDR-Oberliga gewann. In dieser Meistersaison gehörte er zu den Stammspielern.
Müllers fußballerische Laufbahn begann bei der BSG Wismut Auerbach, bevor er als Jugendlicher zu Karl-Marx-Stadt wechselte. Dort schaffte er den Sprung in die Oberliga und sammelte internationale Erfahrungen. Für die Nachwuchsnationalmannschaften der DDR spielte er 26 Länderspiele und feierte 1965 mit der U18 den Gewinn des UEFA-Juniorenturniers.
Nach seinem Rücktritt vom aktiven Profisport blieb Müller seinem Verein treu. Zunächst war er als Mannschaftsleiter tätig und übernahm später über viele Jahre hinweg die Leitung der Geschäftsstelle des Chemnitzer FC. Seine hauptamtliche Tätigkeit endete im Jahr 2011, nachdem er insgesamt 48 Jahre für den Klub als Spieler und Funktionär tätig war.
Um Peter Müller zu ehren, wird der Chemnitzer FC am Samstag um 16 Uhr vor dem Bezirksderby gegen den FC Erzgebirge Aue eine Trauerminute im Stadion abhalten. Die Mannschaft wird mit Trauerflor auflaufen, und an der Legendenwand wird ein Kranz niedergelegt, um den Fans die Möglichkeit zu geben, sich von ihm zu verabschieden.
Quellen: Bild, SPORT1
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