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Hautkrebsfälle nehmen zu: Ursachen und notwendige Maßnahmen zur Prävention im Fokus

Die Hautkrebsfälle in Deutschland steigen alarmierend, mit einem Anstieg von 95 Prozent in den letzten zwei Jahrzehnten. Experten warnen vor den Risiken der UV-Strahlung und empfehlen präventive Maßnahmen zur Früherkennung.

Hautkrebsfälle nehmen zu: Ursachen und notwendige Maßnahmen zur Prävention im Fokus
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In Deutschland ist die Zahl der Diagnosen von Hautkrebs in den letzten zwei Jahrzehnten erheblich gestiegen. Im Jahr 2024 wurden 120.100 Patienten stationär mit Hautkrebs behandelt, was einem Anstieg von 95 Prozent im Vergleich zu 2004 entspricht. Diese Informationen stammen aus aktuellen Erhebungen des Statistischen Bundesamtes.

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Ein entscheidender Faktor für diesen Anstieg ist die alternde Bevölkerung, da das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, mit dem Alter signifikant zunimmt. Darüber hinaus wird vermutet, dass durch regelmäßige Screenings mehr Fälle erkannt werden. Seit 2008 haben Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf ein Hautkrebs-Screening. Allerdings steht dieses Programm derzeit auf dem Prüfstand, da die Krankenkassen Einsparungen anstreben.

Steigende Sterberate durch Hautkrebs

Die Zahl der Todesfälle, die auf Hautkrebs zurückzuführen sind, hat ebenfalls zugenommen. Im Jahr 2024 starben 4.600 Menschen an dieser Krankheit, was einem Anstieg von 65 Prozent im Vergleich zu vor 20 Jahren entspricht. Im gleichen Zeitraum stieg die Gesamtzahl der Krebstoten in Deutschland um etwa zehn Prozent. Über die Hälfte der Verstorbenen war 80 Jahre oder älter.

Besonders auffällig ist der Anstieg der Fälle von hellem Hautkrebs, der sich in den letzten 20 Jahren um 117 Prozent erhöht hat. Bei schwarzem Hautkrebs, auch als malignem Melanom bekannt, wurde ein Anstieg von rund 42 Prozent verzeichnet. Heller Hautkrebs umfasst die häufigsten Formen von Hautkrebserkrankungen, darunter das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom, die sich nur geringfügig vom normalen Hautton abheben.

Risikofaktoren und Schutzmaßnahmen

Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums identifiziert UV-Strahlung als den wichtigsten Risikofaktor für nahezu alle Arten von Hautkrebs. Bis zu 90 Prozent der Hautkrebserkrankungen stehen in direktem Zusammenhang mit Sonnenexposition. Sowohl akute Sonnenbrände als auch langfristige UV-Belastungen können die Haut schädigen.

Um sich zu schützen, empfiehlt die Dermatologin Miriam Rehbein folgende Maßnahmen:

  • Tägliche Anwendung von Sonnenschutzmitteln, auch an bewölkten Tagen.
  • Verwendung von Sonnenschutz mit einem Lichtschutzfaktor von 30 oder höher, idealerweise mit UVA- und UVB-Filter.
  • Tragen von Kopfbedeckungen und Sonnenbrillen, insbesondere für Kinder und Menschen mit empfindlicher Haut.
  • Meiden der direkten Sonne zwischen 11 und 15 Uhr, wenn die UV-Strahlung am stärksten ist.
  • Verzicht auf Solarien, da diese das Risiko für Hautkrebs erhöhen.

ABCDE-Regel zur Früherkennung

Bei der Selbstuntersuchung der Haut ist die ABCDE-Regel hilfreich, um Veränderungen zu erkennen, die auf Hautkrebs hindeuten könnten. Diese Regel umfasst folgende Punkte:

  • A wie Asymmetrie: Der Leberfleck hat eine unregelmäßige Form.
  • B wie Begrenzung: Der Rand des Leberflecks ist uneben oder gezackt.
  • C wie Color: Der Leberfleck zeigt mehrere Farben.
  • D wie Durchmesser: Der Leberfleck hat mehr als 5 Millimeter Durchmesser.
  • E wie Erhabenheit: Der Leberfleck ragt über das Hautniveau hinaus.

Es ist ratsam, bei Auffälligkeiten einen Hautarzt aufzusuchen. Ab einem Alter von 35 Jahren haben gesetzlich Versicherte alle zwei Jahre Anspruch auf ein Hautkrebsscreening, das von Hautärzten oder entsprechend geschulten Hausärzten durchgeführt wird. Diese Untersuchung dauert in der Regel zwischen zehn und zwanzig Minuten.


Quellen: WirtschaftsWoche

Bildquelle: cottonbro studio auf Pexels

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