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Kirschblütenfest am Fuji abgesagt: Kleinstadt von Übertourismus überfordert

Das Kirschblütenfest 2026 in Fujiyoshida wird abgesagt, da die Stadt mit den Folgen des Übertourismus überfordert ist. Hohe Besucherzahlen belasten die Infrastruktur und das alltägliche Leben der 50.000-Einwohner-Stadt erheblich.

Kirschblütenfest am Fuji abgesagt: Kleinstadt von Übertourismus überfordert

Kirschblütenfest 2026 in Fujiyoshida abgesagt

Das renommierte Kirschblütenfest im Arakurayama-Sengen-Park am Fuße des Fuji in Japan wird im Jahr 2026 nicht stattfinden. Diese Entscheidung wurde von der Stadtverwaltung von Fujiyoshida bekannt gegeben. Der Grund für diese Maßnahme ist der zunehmende Übertourismus, der die Stadt vor erhebliche Herausforderungen stellt. Der Bürgermeister äußerte vor Journalisten: „Wir empfinden ein starkes Gefühl der Krise.“

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Belastung durch Besucherzahlen

Trotz bereits umgesetzter Maßnahmen zur Besucherlenkung und zusätzlicher Kontrollen im vergangenen Jahr hat die hohe Anzahl an Reisenden die Infrastruktur, den Verkehr und das alltägliche Leben der 50.000-Einwohner-Stadt übermäßig belastet. Berichten japanischer Medien zufolge muss die Kommune zudem mit großen Mengen an Müll umgehen, die während der Festlichkeiten anfallen. In der Hochsaison der Kirschblüten Anfang April besuchten zuletzt rund 200.000 Menschen den Park.

Beliebtheit der Kirschblütenzeit

Das Kirschblütenfestival gehört zu den bekanntesten Veranstaltungen in Japan und bietet in Fujiyoshida ein beliebtes Fotomotiv: die fünfstöckige Pagode des Parks vor dem schneebedeckten Fuji, umgeben von rosafarbenen Kirschblüten. In der Regel erstreckt sich die Sakura-Saison, auch Kirschblütenzeit genannt, in Japan von Ende März bis Anfang Mai. In Städten wie Tokio und Kyoto erreichen die Blüten ihren Höhepunkt meist Anfang April, während in nördlicheren Regionen wie Aomori und Hokkaido die Blütezeit bis Ende April oder sogar in den Mai hinein andauern kann.

Übertourismus als Herausforderung

Der Begriff Übertourismus beschreibt die Überlastung von Reisezielen durch zu hohe Besucherzahlen, was die Lebensqualität der Einheimischen beeinträchtigt und sowohl die Umwelt als auch die Infrastruktur schädigt. Diese negative Ausprägung des Massentourismus führt zu überfüllten Städten, einem Rückgang des Wohnraums und einem Verlust an lokaler Authentizität.

Maßnahmen gegen Massentourismus

Fujiyoshida ist nicht die einzige Stadt, die mit dieser radikalen Entscheidung gegen das Festival vorgeht. Immer mehr Orte in Japan ergreifen Maßnahmen gegen Massentourismus und Überfüllung, beispielsweise durch die Schließung besonders beliebter Fotospots oder die Reduzierung großer Veranstaltungen. In Tokio hat der Bezirk Shibuya strenge Maßnahmen gegen überfüllte Events und Menschenansammlungen eingeführt, darunter Einschränkungen für öffentliche Halloween- und Silvesterfeiern am berühmten Shibuya-Crossing sowie ein ganzjähriges Alkoholverbot auf öffentlichen Straßen.

Tourismusrekord in Japan

Die Reaktionen der Einheimischen sind nachvollziehbar, denn im Jahr 2025 verzeichnete Japan einen historischen Rekord im Tourismus mit etwa 42,7 Millionen ausländischen Besuchern. Diese Zahl übertraf die bisherigen Höchststände deutlich und wurde durch einen schwachen Yen sowie das große Interesse am „Land des Lächelns“ begünstigt.

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