Die Herkunft von Stadtnamen ist ein oft übersehenes Thema, das jedoch interessante Einblicke in die Geschichte und Kultur einer Region bietet. TRAVELBOOK hat eine Untersuchung über die Namensursprünge von 11 internationalen Städten angestellt und erläutert, was hinter den Bezeichnungen steckt.
Obwohl es selbstverständlich erscheint, dass jeder Ort einen eigenen Namen hat, regt die Frage nach der Entstehung dieser Bezeichnungen zum Nachdenken an. Oftmals sind die Ursprünge skurril oder mysteriös und in einigen Fällen auch wenig schmeichelhaft. TRAVELBOOK informiert über die Hintergründe, warum diese Städte so benannt wurden.
Die Stadt Berlin
Als die größte Stadt Deutschlands zieht Berlin weltweit Touristen an. Gegründet wurde sie im Jahr 1237 als Siedlung Cölln. Der Name stammt von der frühen Besiedlung durch slawische Völker und bedeutet in deren Sprache, speziell im Polabischen, schlicht „Stadt am Sumpf“. Ein interessanter Hinweis ist, dass der alte Name London, Londinium, ähnlich übersetzt werden kann.
Antwerpen in Belgien
In der belgischen Stadt Antwerpen, bekannt für ihren Grote Markt, ist die Legende über den römischen Zenturio Brabo und den Riesen Antigoon von Bedeutung. Laut Überlieferung hat Brabo dem Riesen eine Hand abgehackt und diese in den Fluss Schelde geworfen, was den Namen der Stadt erklärt, der so viel wie „Hand werfen“ bedeutet.
New York in den USA
Die Stadt am Hudson River wurde 1625 unter dem Namen Nieuw Amsterdam von niederländischen Siedlern gegründet. 1664 wurde sie dann in New York umbenannt, zu Ehren des damaligen Namensgebers James Stuart, dem Duke von York. Der Name des berühmten Stadtteils Manhattan lässt sich auf ein Wort nordamerikanischer Ureinwohner zurückführen, das „hügeliges Land“ bedeutet.
Der Mythos von Rom
Ähnlich wie Berlin und London wurde Rom auf dem Gebiet eines ehemaligen Sumpfes gegründet. Der Name geht zurück auf die Legende der Brüder Romulus und Remus, die von einer Wölfin aufgezogen wurden. Weniger positive Theorien über die Wölfin beinhalten die Annahme, dass sie eine Prostituierte war, die die Brüder zur Welt brachte. Dennoch bleibt die Wölfin ein Wahrzeichen der Stadt.
München: Die bayerische Landeshauptstadt
Die bayerische Landeshauptstadt München hat ihren Namen von Mönchen, die dort lebten. Erstmals erwähnt wurde die Stadt im Jahr 1158 als Apud Munichen, was so viel wie „bei den Mönchen“ bedeutet. Das erste bekannte Stadtsiegel zeigte einen Mönch, und heute ziert das Münchner Kindl das Wappen der Stadt.
Bedeutung der Namen weiterer Städte
Auch der Name der südamerikanischen Metropole Buenos Aires hat einen religiösen Ursprung. Spanische Entdecker brachten eine Statue der Jungfrau der guten Lüfte mit, die den Namen erklärt. In Bangkok hingegen wird die Stadt von Einheimischen als Krung Thep bezeichnet, was „Stadt der Engel“ bedeutet, während der volle Name der Stadt eine ausgedehnte Bezeichnung ist, die die Stadt des Smaragd-Buddhas beschreibt.
Sprachwandel in Istanbul
Ein weiteres Beispiel für die Transformation von Namen ist Istanbul. Die Stadt wurde 657 v. Chr. als Byzanz gegründet und später in Konstantinopel umbenannt. Die umgangssprachliche Bezeichnung „Istinpolin“ führte schließlich zur heutigen Form, die erst nach der Gründung der modernen Türkei offiziell wurde.
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