Tel Aviv/Tabuk (Saudi-Arabien) – Ein schwerwiegender Vorfall im Cockpit eines Flugzeugs auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv hat die Sicherheit von nahezu 180 Passagieren in ernsthafte Gefahr gebracht. Zunächst wurde vermutet, dass der Pilot Selbstmordabsichten hatte, jedoch deuten aktuelle Berichte darauf hin, dass der Copilot versuchte, die Kontrolle über die Maschine zu übernehmen, indem er den Piloten angriff. Die israelischen Sicherheitsbehörden äußern Bedenken, dass die Boeing mit 174 Passagieren, darunter 27 Kinder, möglicherweise entführt werden sollte, um einen Terrorakt durchzuführen.
Am Mittwochmorgen gab der Flug von Flydubai Notrufsignale ab, die auf einen möglichen Entführungsversuch hinwiesen, als sich das Flugzeug in einem dramatischen Sinkflug befand. In der Folge wurde die Maschine nach Saudi-Arabien umgeleitet, während israelische Kampfflugzeuge in Alarmbereitschaft versetzt wurden. Die Boeing 737 Max landete schließlich sicher am Flughafen Tabuk.
Ein Passagier berichtete von Schreien und sah Blut im Cockpit, als man versuchte, die Situation zu kontrollieren. Der Pilot wurde offenbar mit einem Taschenmesser attackiert, während der Copilot versuchte, die Kontrolle über die Maschine zu übernehmen. Zunächst wurde angenommen, es handele sich um ein Duell zwischen einem russischen Piloten und einem ukrainischen Copiloten. Später stellte sich jedoch heraus, dass der Copilot aus Oman kam und nicht aus der Ukraine.
Die Situation eskalierte, als ein Mitglied der Ersatzcrew und einige Passagiere eingriffen, um die Kontrolle über das Flugzeug zurückzugewinnen. Während des Kampfes fiel die Boeing 737 Max aus einer Höhe von etwa 9000 Metern. Nach einem dramatischen Sturz von 4500 Metern gelang es dem Piloten und den Helfern, die Kontrolle zurückzugewinnen und das Flugzeug aus dem Sinkflug zu retten.
Der Pilot ist indischer Herkunft, während der omanische Copilot erst seit weniger als einem Jahr bei Flydubai beschäftigt ist. Es wird derzeit überprüft, ob der Copilot möglicherweise eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzt, was seine Anstellung auf diesem Flug beeinflusst haben könnte. Normalerweise dürfen nur Piloten aus Ländern mit diplomatischen Beziehungen zu Israel für Flüge in und aus dem Land eingesetzt werden, was für den Oman nicht zutrifft.
Aktuell befindet sich die Boeing 737 Max am Flughafen in Tabuk, während die Passagiere an Bord bleiben, bis die Sicherheitsbehörden ihre Ermittlungen abgeschlossen haben. Anschließend werden sie mit einem anderen Flugzeug nach Israel befördert. Das ursprüngliche Flugzeug musste aufgrund eines technischen Defekts umkehren.
Quellen: Bild, Handelsblatt
Bildquelle: Anna Zvereva from Tallinn, Estonia via Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)
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