Die Straße von Hormus ist derzeit durch den Iran blockiert, was zu erheblichen Einschränkungen im internationalen Handel führt. Teheran setzt dabei offenbar auch ferngesteuerte Minen ein, was die Räumung der Gewässer zu einer komplexen Herausforderung macht.
Räumung der Minen könnte Monate in Anspruch nehmen
Selbst im Falle eines dauerhaften Abkommens zwischen den USA und dem Iran wird die Sicherung der Straße von Hormus voraussichtlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Nach Informationen des US-Verteidigungsministeriums könnte die Minenräumung in dieser strategisch wichtigen Meerenge bis zu sechs Monate dauern. Dies berichtet eine US-amerikanische Zeitung unter Berufung auf eine Mitteilung an den Kongress.
In dieser Mitteilung wird darauf hingewiesen, dass der Iran möglicherweise mindestens 20 Minen in diesem Bereich platziert hat. Einige dieser Minen wurden mithilfe von GPS ferngesteuert, was es den US-Streitkräften erschwert, sie zu lokalisieren. Andere Minen sollen von iranischen Streitkräften mit kleinen Booten ausgebracht worden sein.
Reaktionen auf die geschätzte Dauer der Minenräumung
Das Pentagon wollte keine Stellungnahme zur Dauer der möglichen Minenräumung abgeben. Ein Sprecher bezeichnete jedoch die Angaben als „falsch“ und „inakkurat“. US-Präsident Donald Trump äußerte sich kürzlich zu den laufenden Minenräumungsarbeiten in der Region und erklärte, dass der Iran mit Unterstützung der USA alle Seeminen geräumt habe oder dabei sei, dies zu tun.
Politische Spannungen und Auswirkungen auf die Ölpreise
Der von den US-Abgeordneten präsentierte Zeitrahmen von sechs Monaten stieß sowohl bei Demokraten als auch bei Republikanern auf Unmut. Dies wird als weiteres Indiz gewertet, dass die Preise für Öl sowie für Benzin und Diesel auch nach einem möglichen Abkommen zwischen den beiden Ländern auf hohem Niveau bleiben könnten.
US-Energieminister Chris Wright hatte bereits angedeutet, dass die Spritpreise möglicherweise nicht so schnell sinken werden. In einem Interview äußerte er sich zurückhaltend zur Frage, wann die Preise wieder unter drei US-Dollar pro Gallone (rund 2,55 Euro für knapp 3,8 Liter) fallen könnten. „Ich weiß nicht, ob das noch in diesem Jahr passieren kann. Es könnte auch erst nächstes Jahr so weit sein“, sagte er.
Diskussion um die Spritpreise und bevorstehende Wahlen
Trump widersprach später den Aussagen seines Energieministers und erklärte: „Nein, ich glaube, da liegt er falsch. Völlig falsch.“ Auf die Frage, wann er mit sinkenden Preisen rechne, antwortete er: „Sobald das hier vorbei ist.“ Die Diskussion um die Spritpreise wird im Hinblick auf die bevorstehenden Zwischenwahlen im Kongress zunehmend bedeutend. Bei den Wahlen im November stehen ein Drittel des Senats und das gesamte Repräsentantenhaus zur Wahl, wobei die Trump-Partei derzeit in beiden Kammern eine Mehrheit hält.