Die Möglichkeit einer Rückverlegung der Bundeswehrschiffe aus der Region wird laut Adis Ahmetović, dem außenpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion, zunehmend diskutiert. Er äußerte sich besorgt über die fragile Sicherheitslage im Nahen Osten, die durch die Aufkündigung des Iran-Abkommens durch US-Präsident Donald Trump weiter verschärft wurde. „Die Waffenruhe ist äußerst fragil“, betonte Ahmetović und fügte hinzu, dass die Koalitionsfraktionen in der gegenwärtigen Situation richtig gehandelt hätten, indem sie keine neue Bundeswehrmission beschlossen haben.
Rückverlegung der Schiffe im Gespräch
Ahmetović forderte, dass die Entscheidung über die Zukunft der beiden Schiffe, „Mosel“ und „Fulda“, täglich an die Sicherheitslage vor Ort angepasst werden müsse. „Alle Optionen, einschließlich eines Abzugs, müssen auf den Tisch“, sagte er. Auch Sara Nanni, die verteidigungspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, äußerte sich zuversichtlich, dass die Besatzungen der Schiffe bald nach Deutschland zurückkehren könnten. „Ich rechne damit, dass die Besatzungen von ‚Fulda‘ und ‚Mosel‘ den Sommer in Deutschland verbringen dürfen. Alles andere wäre eine Überraschung“, erklärte Nanni.
Ausblick auf die kommenden Monate
Nanni wies darauf hin, dass die reguläre Rückkehr der Crews im September ansteht und bis dahin keine tragfähige Vereinbarung oder ein verantwortliches Mandat des Bundestags zu erwarten sei. In Anbetracht der angespannten Lage könne sie sich nicht vorstellen, dass die Schiffe länger vor Ort bleiben, ohne dass eine klare Perspektive besteht.
Quellen: n-tv