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Freude bei Stützpunkt-Langläuferin Charlotte Böhme über das Weltcup-Debüt

Charlotte Böhme feiert ihr Weltcup-Debüt im Skilanglauf und blickt optimistisch auf die U-23-WM. Trotz Selbstkritik über ihren 53. Platz genießt die 21-Jährige die Unterstützung ihrer Familie und die aufregende Atmosphäre.

Freude bei Stützpunkt-Langläuferin Charlotte Böhme über das Weltcup-Debüt

Die Stützpunkt-Langläuferin Charlotte Böhme hat mit Freude ihr Weltcup-Debüt gefeiert, während sie sich gleichzeitig auf die U-23-Weltmeisterschaft vorbereitet. Die 21-jährige Athletin, die dem VSC Klingenthal angehört, trat im Oberhofer Rennen über 10 Kilometer in klassischer Technik an. Obwohl sie ein positives Erlebnis hatte, war sie mit ihrem Ergebnis nicht vollständig zufrieden.

Dennoch konnte sie die Enttäuschung gut verarbeiten. Die Atmosphäre war deutlich anders als bei den Continentalcup-Rennen, und die Anwesenheit ihrer Familie sowie vieler Bekannter und Freundinnen an der Strecke sorgte für zusätzliche Motivation. „Das Ergebnis (53. Platz) war in Ordnung, aber ich weiß, dass ich besser abschneiden kann. Einige Läuferinnen, die normalerweise hinter mir sind, haben vor mir gefinisht“, äußerte sie sich selbstkritisch. „Vielleicht war es einfach nicht mein bester Tag, aber das ist nicht weiter schlimm.“

Erfahrungen und Herausforderungen im Weltcup

Böhme konnte ohne großen Druck an den Start gehen: „Ich wollte einfach nur laufen, aber ich war trotzdem sehr nervös. Es gab so viele Eindrücke auf einmal, beim Continentalcup sind keine Kameras dabei. Es war sehr aufregend.“ Der zusätzliche Service, wie Physiotherapeuten und die Versorgung mit Essen, lenkten sie jedoch etwas von der Konzentration auf das Rennen ab.

Dennoch empfindet sie es als große Ehre, an einem Weltcup teilnehmen zu dürfen. „Mir ist erst jetzt richtig bewusst geworden, dass nur wenige Athleten in ihrer Karriere die Möglichkeit haben, einen Weltcup zu erleben. Diese Erfahrung wird mir auch in Zukunft helfen, da ich die Abläufe nun kenne.“

Fokus auf die U-23-Weltmeisterschaft

Ihr sportlicher Höhepunkt in dieser Saison wird die U-23-WM sein, die vom 2. bis 8. März in Lillehammer stattfindet. „Ich hoffe, dass ich dort meine beste Leistung abrufen kann und dass ich bis dahin gut trainieren kann“, erklärte sie. In der Vergangenheit war sie vor wichtigen Wettkämpfen häufig angeschlagen. In der letzten Saison, ihrer ersten in der U-23-Klasse, erlebte sie ein Auf und Ab. Im Januar 2024 erreichte sie bei der U-20-WM in Planica (Slowenien) den 9. Platz über 10 Kilometer in klassischer Technik.

Die klassische Technik ist ihre bevorzugte Disziplin: „Ich laufe am liebsten in klassischer Technik und bei Distanzrennen. An guten Tagen kann ich aber auch im Skating und Sprint überzeugen“, lachte Böhme. Ihre sportliche Laufbahn begann sie mit der Nordischen Kombination, bevor sie sich auf den Skilanglauf spezialisierte, da sie dort bessere Leistungen erzielte.

Umzug und sportliche Entwicklung

Der Umzug nach Ruhpolding, wo sie nun seit fast drei Jahren im Stützpunkt trainiert, hat sich sowohl sportlich als auch persönlich ausgezahlt. „Ich wollte selbstständiger werden und deshalb von zu Hause wegziehen. Bei meinem Wechsel habe ich darauf geachtet, dass Trainer und Trainingsgruppe gut zu mir passen“, erklärte sie. Der Wechsel sollte ihr auch neue Perspektiven bieten, da sie bis zu ihrem 18. Lebensjahr immer im selben Wald trainiert hatte. SV Ruhpolding bejubelt vier Titel und viele Podestplätze.

Böhme gehört dem Zoll-Skiteam an, was es ihr ermöglicht, sich voll und ganz auf ihre sportliche Karriere zu konzentrieren. Vor der U-23-WM stehen ihr noch einige Wettkämpfe bevor. Am kommenden Wochenende wird sie mit ihrem Team beim FESA-Cup in Gressoney-Saint-Jean (Frankreich) antreten. Anschließend geht es international weiter am 14. und 15. Februar in Nove Mesto (Tschechien). Zuvor findet vom 6. bis 8. Februar ein Deutschlandpokal in Oberhof statt, gefolgt von einem weiteren Deutschlandpokal am 21. und 22. Februar im Nordic Center Notschrei im Schwarzwald. Diese Wettkämpfe dienen dazu, im Rhythmus zu bleiben, bevor die Vorbereitung auf die WM beginnt.

In Lillehammer möchte Böhme mit starken Leistungen überzeugen, was einen weiteren wichtigen Schritt in ihrer sportlichen Laufbahn darstellen könnte. Sie ist sich bewusst, dass es wichtig ist, kontinuierlich am Ball zu bleiben, und dass auch die mentale Ausdauer eine entscheidende Rolle spielt.

Die Teilnahme an internationalen Wettkämpfen trägt zudem zur Entwicklung bei. Sie bringt nicht nur wertvolle sportliche Erfahrungen, sondern sorgt auch für Abwechslung: So muss Böhme nicht immer im selben Wald trainieren.

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Bildquelle: Quelle: Foto: Alex Moschopoulos

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