Der DEC Inzell hat in der Eishockey-Bezirksliga Süd im achten Spiel seinen siebten Sieg in Folge errungen, und das im Spitzenduell gegen den EV Mittenwald. Nach vier erfolgreichen Auswärtsspielen feierte Inzell nun auch einen 4:2-Heimsieg. Für die Gäste war die Partie in Inzell erst die fünfte in dieser Saison, von denen der EV Mittenwald viermal als Sieger vom Eis gegangen war, lediglich gegen den TSV Schliersee gab es eine 5:6-Niederlage nach Penaltyschießen.
Spielverlauf und entscheidende Momente
Inzell hatte sich gegen den Vorjahresprimus viel vorgenommen und startete vor eigenem Publikum gut. Bereits in den ersten zehn Minuten verzeichneten die Gastgeber einige gute Chancen. Mittenwald lauerte über außen auf Konter und kam im ersten Drittel lediglich auf drei Torschüsse, während Inzell zwölf verzeichnete. „Wir sind mit drei Linien gut ins Spiel gestartet und haben gleich ordentlich Druck gemacht“, erklärte Inzells Trainer Pino Dufter. „Leider haben wir es versäumt, unsere Chancen zu nutzen. Ab der Hälfte des ersten Drittels hat mir das Tempo etwas gefehlt.“ So erzielten die Gäste den ersten Treffer: In der 14. Minute erzielte Vincent Hauenstein das 0:1. Zu Beginn des zweiten Drittels erhöhte Georg Fleyss in der 22. Minute auf 0:2, nachdem er einen Fehler im Inzeller Aufbau ausnutzte. Inzell war nun wachgerüttelt und drückte dem Spiel zunehmend seinen Stempel auf. Das 0:2 sollte im weiteren Verlauf das letzte Tor der Mittenwalder bleiben.
Rückkehr und entscheidende Tore
Das Spiel entwickelte sich zu einem teils ruppigen Duell mit intensivem Körperspiel. Inzells Rene Tödling nutzte eine doppelte Überzahl in der 32. Minute zum 1:2. Inzell erhöhte den Druck und wollte vor der zweiten Drittelpause den Ausgleich erzielen, was Marcel Nedwed acht Sekunden vor der Pausensirene gelang – durch die Beine von Mittenwalds Goalie Josef Kraus. „Da hat die Mannschaft tolle Moral gezeigt, um so zurückzukommen, und durch den wichtigen Treffer kurz vor Schluss zum Ausgleich haben wir das Momentum auf unsere Seite geholt“, erklärte Dufter.
Im letzten Drittel kassierte Mittenwald mehrere Strafzeiten, während die beiden Schiedsrichter trotz einiger Nickligkeiten über die gesamte Spielzeit die Kontrolle behielten. Inzeller Martin Davidek nutzte ein weiteres Überzahlspiel und erzielte in der 43. Minute den 3:2-Führungstreffer. Es gab Chancen auf beiden Seiten, doch DEC-Goalie Bernhard Feiersinger zeigte eine starke Leistung und vereitelte die Angriffe der Mittenwalder. David Stöberl setzte sich in der 58. Minute über rechts durch und versenkte den Puck unhaltbar im langen Kreuzeck. Mittenwald versuchte, mit einem sechsten Feldspieler den Rückstand zu verkürzen, jedoch blieb es beim 4:2-Sieg für Inzell.
„Es war das erwartet schwere und enge Spiel gegen einen Playoff-Favoriten aus Mittenwald“, bilanzierte Pino Dufter. „Für uns war wichtig, von der Strafbank wegzubleiben und ihnen unser Spiel aufzuzwingen. Das hat zumeist gut geklappt, aber Mittenwald ist natürlich auch eine erfahrene und eingespielte Mannschaft mit guten Einzelspielern. Deshalb Glückwunsch an die Jungs.“
DEC Inzell – EV Mittenwald 4:2 (0:1,2:1,2:0). Tore: 0:1 (14.) Hauenstein, 0:2 (22.) Fleyss, 1:2 (32.) Tödling, 2:2 (40.) Nedwed, 3:2 (43.) Davidek, 4:2 (58.) Stöberl. – Strafminuten: Inzell 4, Mittenwald 14. – Zuschauer: 55.
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