Die „Goldene Sportpyramide“ wird in diesem Jahr an die Biathlon-Legende Fritz Fischer aus Ruhpolding verliehen. Der Olympiasieger, Weltmeister und langjährige Erfolgstrainer wird von der Sporthilfe für seine herausragenden sportlichen Leistungen, sein Engagement als Trainer sowie sein gesellschaftliches Wirken ausgezeichnet. Die mit der Ehrung verbundene Prämie beträgt 25.000 Euro.
Fritz Fischer erklärte: „Die Auszeichnung mit der ‚Goldenen Sportpyramide‘ bedeutet mir sehr viel. Sie würdigt nicht nur meine Erfolge als Athlet und Trainer, sondern auch die Arbeit mit jungen Talenten und meine Leidenschaft für den Biathlonsport, die mich bis heute antreibt. In einer Reihe mit Persönlichkeiten wie Franz Beckenbauer, Heiner Brand und Silvia Neid zu stehen, die ebenfalls als Sportler und Nationaltrainer große Erfolge gefeiert haben, und Teil dieser bedeutenden Gruppe von Preisträgern zu sein, erfüllt mich mit besonderem Stolz.“ Er dankte der Sporthilfe, die ihn bereits in seiner jungen Karriere unterstützt hat, sowie der Jury für ihre Entscheidung.
Einflussreiche Karriere im Biathlonsport
Mit einer beeindruckenden Karriere hat Fritz Fischer den deutschen Biathlonsport über Jahrzehnte hinweg geprägt. Zwischen 1980 und 1993 gehörte er der Nationalmannschaft an und sammelte zahlreiche Erfolge. Ein Höhepunkt war die Goldmedaille mit der Staffel bei den Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville, wo er als Schlussläufer mit der deutschen Fahne die Ziellinie überquerte – ein Zeichen der Wiedervereinigung. Zuvor gewann er bei den Spielen 1988 in Calgary und 1984 in Sarajevo mit der Staffel Silber und Bronze. Zudem wurde er zweimal Weltmeister und feierte zehn Weltcupsiege, während er sich in der Saison 1987/1988 den Gesamtweltcup sicherte. Insgesamt nahm er an sieben Olympischen Spielen teil, viermal als Sportler und dreimal als Trainer.
Engagement für den Nachwuchs
Nach seiner aktiven Laufbahn setzte Fischer als Nationaltrainer die Erfolgsgeschichte des deutschen Biathlons fort. Mit der Herren-Nationalmannschaft holte er zahlreiche Medaillen, darunter viermal Gold und einmal Bronze bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin. Nach den Olympischen Spielen in Sotschi endete 2014 seine Zeit als Nationaltrainer. Im Anschluss wurde er als Talentscout für den Deutschen Skiverband tätig.
Das Engagement des 69-Jährigen für die Nachwuchsförderung zeigt sich auch in seinem „Biathloncamp“ in Ruhpolding, das seit 1996 Kinder und Jugendliche für den Sport begeistert und Werte wie Fairness, Teamgeist und Disziplin vermittelt. In diesem Rahmen entdeckte er 2009 die derzeit weltbeste Biathletin, Franziska Preuß. Für sein Engagement erhielt er bereits zahlreiche Auszeichnungen und hat sich als humorvolle, bodenständige und leidenschaftliche Persönlichkeit einen Namen gemacht, die sowohl Athleten als auch Fans inspiriert.
Durch die Auszeichnung mit der „Goldenen Sportpyramide“ wird Fritz Fischer zudem Mitglied in der „Hall of Fame des deutschen Sports“, wie die Deutsche Sporthilfe mitteilte.
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