Nach der Befreiung eines Buckelwals von einer Sandbank in der Ostsee ist das Tier spurlos verschwunden. Zwei Boote haben die Suche nach dem Meeressäuger aufgenommen, da er noch nicht endgültig gerettet ist.
Seit dem Abbruch der Beobachtungen am Freitag, als der Wal von einer Sandbank vor Timmendorfer Strand befreit wurde, sind keine neuen Sichtungen gemeldet worden. Laut einem Sprecher der Wasserschutzpolizei in Wismar soll die Suche am Samstagmorgen beginnen. Es wird vermutet, dass sich der Wal in der westlichen Ostsee aufhält.
- Bürgermeister nennt erste Zahl: So viel hat die Wal-Rettung in der Ostsee gekostet.
- Odyssee: So lange irrt der Buckelwal schon durch die Ostsee.
Auch die Kollegen in Travemünde, mit denen man in Kontakt steht, haben keine neuen Informationen. Eine Sprecherin der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd äußerte: „Wir warten auf Sichtungen aus der Bevölkerung.“ Seit Freitagnachmittag habe es keine Neuigkeiten gegeben.
Zwei Boote auf der Suche nach dem Wal
Der Sprecher der Wasserschutzpolizei kündigte an, dass das Boot „Uecker“ demnächst auslaufen wird, um gezielt zwischen der schleswig-holsteinischen Landesgrenze und der Insel Poel in der Wismarer Bucht nach dem Wal zu suchen. Ein weiteres Boot wird im Rahmen von Streifentätigkeiten zwischen dem Seegebiet Warnemünde und Kühlungsborn Ausschau halten.
Nach tagelangen Bemühungen zahlreicher Helfer hatte sich der Wal in der Nacht auf Freitag selbst von der Sandbank befreit, nachdem eine Rinne mit einem Bagger gegraben wurde. Dennoch sind Experten weiterhin besorgt, da das Tier zuletzt in Küstennähe schwamm.
Der Weg ins offene Meer
Der Wal ist noch nicht in Sicherheit: Um wirklich gerettet zu werden, muss er ins offene Meer gelangen. Dazu muss er mehr als 1.000 Kilometer zurücklegen.
Der Buckelwal muss zwischen den dänischen Inseln entweder durch den Kleinen oder den Großen Belt oder zwischen Seeland und dem schwedischen Festland durch den Öresund schwimmen, um die Ostsee zu verlassen.
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