Der Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands Traunstein, Jürgen Sandner, erläuterte, wie das Anstauen von Wasser in der Inzeller Filzen an bestimmten Stellen dazu beiträgt, das Moor wieder revitalisieren zu können.
Im Inzeller Talkessel befindet sich das Jahrtausende alte Hochmoor Inzeller Filzen. In den meterdicken Torfschichten sind Relikte aus etwa 10.000 Jahren gespeichert, die abgestorbene Moorpflanzen enthalten. Diese organischen Materialien spielen eine wichtige Rolle, da sie große Mengen Kohlenstoff binden.
Das Moor kann diese Funktion jedoch nur erfüllen, solange der Wasserhaushalt intakt bleibt. Entwässerungssysteme beschleunigen die Zersetzung des Torfs und führen zur Emission von Treibhausgasen wie CO2. Dadurch wird auch die Fähigkeit des Moors beeinträchtigt, CO2 aus der Atmosphäre zu absorbieren.
Aktuell werden auf einer Fläche von etwa vier Hektar im Nordosten des Hochmoors zahlreiche Maßnahmen zur Wiedervernässung durchgeführt.
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