Marquartstein – Am Sonntag mussten die Mitglieder der Bergwacht Marquartstein einen tragischen Einsatz bewältigen. Ein 59-jähriger Urlauber aus Baden-Württemberg war aufgrund einer intern bedingten Erkrankung verstorben, als die Bergretter eintrafen.
Laut Angaben der Bergwacht wurden die Rettungskräfte zu einem Notfall im Gebiet des Taubensees alarmiert. Aufgrund des dichten Nebels konnte der Rettungshubschrauber Christoph 14 in Traunstein nicht starten, sodass ein Helikopter aus Tirol angefordert werden musste. In kurzer Zeit gelang es, einen Notarzt nahe des Kroatensteigs abzusetzen. Dieser konnte jedoch nur noch den Tod des Urlaubers feststellen. Für die Bergretter, die kurz nach dem Eintreffen des Rettungshubschraubers eintrafen, blieb die traurige Aufgabe, den Verstorbenen ins Tal zu bringen. Im Einsatz waren acht Mitglieder der Bergwacht Marquartstein sowie zwei vom KID-Team der Bergwacht.
Paragleiterunfall am Hochgern
Am Freitag hatte sich bereits ein Paragleiter am Hochgern schwer am Bein verletzt. Ein 30-jähriger Einheimischer war beim Start mit seinem Gleitschirm in der Nähe des Hochgernhauses gestürzt. Zwei Bergretter, die sich privat am Hochgernhaus aufhielten, eilten zur Unfallstelle. Da das Wetter ideal für einen Flug war, wurde entschieden, den Verletzten mit einem Rettungshubschrauber abzutransportieren, wodurch die Einsatzmannschaft am Depot der Bergwacht in Marquartstein nicht mehr ausrücken musste.
Nach der Behandlung durch den Notarzt des Rettungshubschraubers Christoph 14 befand sich der Patient circa 30 Minuten nach seinem Sturz bereits auf dem Weg ins Krankenhaus.
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