Der nachmalige Papst Pius XII., seinerzeit Nuntius Eugenio Pacelli, ist in einem historischen Kontext vor der Villa Hardt in Adelholzen abgebildet. Das Bild wurde vom Traunsteiner Hoffotografen Anton Grainer aufgenommen. Die Fotografie entstammt dem Archiv der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul, Mutterhaus München. (Repro: Oberkandler)
Historische Anfertigung und lokale Erinnerung
Vor etwa 100 Jahren fertigte der Schneider Josef Frauenhofer aus Vachendorf einen Talar, auch als Soutane bezeichnet, für Eugenio Pacelli an. Pacelli bekleidete ab 1917 das Amt des Apostolischen Nuntius, des Vertreters des Vatikans in München, und wurde 1939 zum Papst Pius XII. gewählt. Sein Ableben erfolgte im Jahr 1958. Eine 1987 angebrachte Gedenktafel aus rotem Marmor im Vorraum der Vachendorfer Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt würdigt die Begebenheit, dass der spätere Papst im Jahr 1925, also vor 100 Jahren, mehrfach von seinem Urlaubs- und Kurort in Adelholzen nach Vachendorf reiste, um sich das Gewand vom ortsansässigen Schneider anfertigen zu lassen.
Recherchen und unerwartete Erkenntnisse
Das 100-jährige Jubiläum dieser Jahreszahl auf der Gedenktafel veranlasste das Traunsteiner Echo zu Untersuchungen bezüglich Pacellis Aufenthalten in Adelholzen. Die gewonnenen Erkenntnisse waren überraschender Natur: Es besteht die Möglichkeit, dass der damalige Nuntius im Jahr 1925 nicht in der Region anwesend war. Belegt sind lediglich Aufenthalte in den Jahren 1922, 1923 und 1924, wie Dr. Susanne Kaup, Archivarin bei der Kongregation, mitteilte.
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