Traunstein – Was macht die Faszination der Perchtenläufe aus? Die Kombination aus wohligem Gruseln, Respekt und Staunen zieht zahlreiche Besucher an. Besonders spürbar war diese besondere Atmosphäre beim dritten Traunsteiner Perchtenlauf, der auf dem Stadtplatz stattfand.
Für ein eindrucksvolles Spektakel sorgten zehn Gruppen aus dem südostbayerischen und salzburgisch-oberösterreichischen Grenzland mit Tirol. Organisiert wurde die Veranstaltung von den Dobe Boch Deifen aus Waging am See, die mit ihren zähnefletschenden und vielfach gehörnten Gestalten in Felle gehüllt das Publikum in den Bann zogen. Begleitet von ohrenbetäubendem Glocken- und Schellengeläut zogen die maskierten Figuren durch die kalte Winternacht.
Früher glaubte man, mit diesen Bräuchen den bösen Geistern, Dämonen und Unholden, die speziell in den Rauhnächten um die Jahreswende ihr Unheil treiben, effektiv entgegentreten zu können. Die anhaltende Tradition zieht nicht nur Einheimische an, sondern auch zahlreiche Interessierte aus der Region.
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