Ein 54-jähriger Handwerker hat in verschiedenen Wohnorten im Landkreis Traunstein zwei Brüderpaare aus verwandten Familien massiv sexuell missbraucht. Die Erste Hilfsstrafkammer am Landgericht Traunstein, unter dem Vorsitz von Richter Andreas Bartschmid, verurteilte den geständigen Täter wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in sechs Fällen, sexuellen Missbrauchs in drei Fällen sowie wegen des Besitzes von kinderpornografischen Dateien zu einer Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren. Am Rande des Verfahrens wurde zudem ein fünftes Opfer bekannt, das während der Corona-Pandemie betroffen war.
Die beiden Geschädigten aus der ersten Serie, die zwischen 2004 und 2008 missbraucht wurden, sind mittlerweile etwa 30 Jahre alt. Die Opfer aus der zweiten Serie, die zwischen 2022 und 2024 missbraucht wurden, sind noch Kinder. Die Tatorte umfassten die Wohnungen des Angeklagten im Landkreis Traunstein sowie das Schwimmbad in Traunstein. Laut Anklage und Geständnis fertigte der Handwerker während der Straftaten eindeutige kinderpornografische Aufnahmen an, die er anschließend ins Internet stellte.
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