Zwei Männer, ein 22-Jähriger und sein zehn Jahre älterer Komplize, haben im Jahr 2022 in Kirchengemeinden in Köln und Waging Diebstähle begangen. Sie entwendeten eine Vielzahl von Gegenständen, darunter Priestergewänder, Utensilien für den Gottesdienst sowie alte Gemälde. Die Angeklagten gaben an, dass sie die gestohlenen Objekte in anderen Kirchen »wiederverwenden« wollten. Das Jugendschöffengericht unter der Leitung von Richterin Sandra Sauer verhängte gegen beide eine Freiheitsstrafe von jeweils eineinhalb Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.
Viele Mitglieder der Kirchengemeinde in Waging verfolgten den außergewöhnlichen Prozess mit großem Interesse. Eine zentrale Frage, die sie beschäftigte, war, wann die schmerzlich vermissten sakralen Gegenstände zurück in die Pfarrkirche St. Martin und die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung Mühlberg gelangen würden. Derzeit befinden sich die sichergestellten Objekte jedoch in der Asservatenkammer des Bayerischen Landeskriminalamts in München, was eine Rückkehr der Gegenstände noch verzögert.
Quellen: Traunsteiner Tagblatt
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