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Sanierung des Kindergartens St. Veit in Marquartstein beschlossen

Der Kindergarten St. Veit in Marquartstein steht vor einer notwendigen Sanierung, die in der letzten Gemeinderatssitzung thematisiert wurde. Der Grund für die Diskussion sind die…

Sanierung des Kindergartens St. Veit in Marquartstein beschlossen

Der Kindergarten St. Veit in Marquartstein steht vor einer notwendigen Sanierung, die in der letzten Gemeinderatssitzung thematisiert wurde. Der Grund für die Diskussion sind die festgestellten Mängel im Gebäude und die Klärung der Kostenübernahme. Die Gemeinde plant, einen Neubau des Kindergartens auf dem ehemaligen Bahngelände zu realisieren, was jedoch bis zu vier Jahre in Anspruch nehmen kann. Bis zur Fertigstellung soll der Kindergarten in seiner aktuellen Form weiterbetrieben werden. Das Gebäude gehört der Katholischen Kirchenstiftung Marquartstein. In der Sitzung im November wurden Bedenken geäußert, dass die von der Stiftung veranschlagten Kosten für die Sanierung als unverhältnismäßig hoch angesehen werden.

Dringender Handlungsbedarf nach Begehung

Auslöser für die Diskussion war eine Begehung durch Vertreter des Unfallversicherers und des Landratsamts, bei der umfangreiche Maßnahmen für den weiteren Betrieb gefordert wurden. Die Behebung der Mängel wurde mit einer Frist angeordnet, da andernfalls eine Schließung des Kindergartens droht. Laut einer Kostenschätzung des Kita-Verbunds Grassau belaufen sich die Sanierungskosten auf etwa 150.000 Euro. Der Kita-Verbund ist für die Durchführung und Koordinierung der Aufträge mit den Handwerkern verantwortlich.

Einbindung von Fachleuten und dringende Maßnahmen

Zur Klärung der Fragen und Erläuterung der Kostenschätzung waren Constanze Schilke vom Kita-Verbund und Christian Weinzierl vom Pfarrverband Grassau anwesend. Schilke, die für die Arbeitssicherheit und den Schutz der Kinder zuständig ist, erläuterte, dass der Kindergarten vorerst nicht umziehen wird und somit mit einer längeren Nutzungszeit gerechnet werden muss. Nach der Begehung musste sie eine Gefährdungsmeldung abgeben. Zudem wurde eine Raumluftmessung veranlasst und eine Mängelliste erstellt.

Christian Weinzierl wies auf zwei wesentliche Probleme hin: Zum einen die nicht öffnenden Fenster zur Gartenseite, die den Fluchtweg beeinträchtigen und eine ausreichende Belüftung verhindern. Zum anderen machte er auf den Wassereintritt durch das undichte Dach aufmerksam. Eine Arbeitsgruppe wurde bereits gegründet, um die erforderlichen Maßnahmen zeitnah umzusetzen, da die Frist für die Erledigung auf den 31. Dezember festgelegt wurde. Schilke betonte, dass die aktuelle Situation für die pädagogische Arbeit der Mitarbeiter nicht optimal sei. Kleinere Mängel werden bereits behoben, jedoch ist für größere Probleme finanzielle Sicherheit erforderlich.

Gemeinde plant finanzielle Unterstützung

Bürgermeister Andreas Scheck stellte klar, dass der Gemeinde bewusst ist, dass der bauliche Zustand nicht länger tragbar ist. Der zeitliche Rahmen für den Umzug in das neue Gebäude ist auf das Schuljahr 2029/30 angelegt. Daher soll das jetzige Gebäude interimsmäßig instandgesetzt werden, um den Betrieb aufrechterhalten zu können.

Scheck wünscht sich, dass nicht nur der Träger, sondern auch die Unfallversicherung pragmatisch an die Situation herangeht. Er nannte als Beispiel den Zaun um das Gelände, der seit über 25 Jahren unverändert ist und nun für vier Jahre komplett erneuert werden soll, was er als nicht nachvollziehbar erachtet.

Fragen zur Sicherheit und weiteren Vorgehensweise

Die Gemeinderäte hatten zahlreiche Fragen. Erich Fuchs (Grüne/Offene Liste) erkundigte sich nach den Ergebnissen der Raumluftmessung. Schilke antwortete, dass derzeit keine Gefährdung durch Schimmel bestehe. Es wurden Geräte zur Raumluftfilterung aufgestellt, die jedoch keine dauerhafte Lösung darstellen. Bürgermeister Scheck betonte, dass die Ursachen behoben werden müssen. Hubert Götschl (BfM) fragte, wie oft eine Sicherheitsbegehung erforderlich sei. Schilke antwortete, dass dies alle drei Jahre geschehe, jedoch bereits 2022 massive bauliche Mängel festgestellt wurden. Scheck bestätigte, dass das Thema Sanierung des Kindergartens bereits in seiner Amtszeit besprochen wurde. Götschl äußerte Bedenken, dass die Gemeinde für die Sanierung aufkommen solle, obwohl der Kindergarten in drei Jahren ausziehen wird. Weinzierl bestätigte, dass nach dem Auszug kein Kindergarten mehr in das Gebäude einziehen wird. Scheck betonte, dass es um die Aufrechterhaltung des Betriebs und nicht um eine Grundsanierung gehe.

Gemeinderat beschließt Sanierungsmaßnahmen

Martin Riedl (CSU) stellte fest, dass sich der Gemeinderat bereits länger mit dem Thema beschäftigt und die Sicherheit der Kinder und Mitarbeiter an erster Stelle steht. Er wünschte sich eine Liste konkreter Maßnahmen, die tatsächlich notwendig sind. Schilke wies darauf hin, dass eine zügige Entscheidung des Gemeinderats erforderlich sei. Sie hob die engagierte Arbeit der Mitarbeiter im Kindergarten St. Veit hervor und betonte, dass die Eltern mit den Bedingungen sehr zufrieden sind. Sie haben ein Recht auf sichere und gesunde Arbeitsbedingungen.

Mit einer Gegenstimme beschloss der Gemeinderat die erforderlichen Unterhaltsmaßnahmen. Die voraussichtlichen Kosten belaufen sich laut der Kostenschätzung des Kita-Verbunds auf rund 150.000 Euro. Der Träger hat die Übernahme eines Drittels der Kosten durch das Erzbischöfliche Ordinariat München zugesichert, sofern die Gemeinde bereit ist, die restlichen 100.000 Euro zu tragen. Angesichts der festgestellten Mängel und des Zeitrahmens bis zur Fertigstellung des neuen Kindergartens von bis zu vier Jahren erachtete der Gemeinderat die Sanierung als gerechtfertigt und notwendig. Daher beschloss das Gremium, maximal 100.000 Euro der Kosten zu übernehmen, wobei die erforderlichen Mittel im Haushalt 2025 und 2026 jeweils in Höhe von 50.000 Euro bereitgestellt werden.

Bildquelle: Shutterstock

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