Über die Grundsteuer flossen 2025, im ersten Jahr nach der Reformierung, 3,1 Millionen Euro in die Stadtkasse im Rathaus – und damit rund eine halbe Million Euro weniger, als die Stadt ursprünglich angenommen hatte. Als Ursache nennt die Verwaltung Bearbeitungsrückstände im Finanzamt.
Traunstein – Die bisherige Reform der Grundsteuer hat für die Stadt noch keine finanziellen Vorteile gebracht, dafür aber zu einem höheren Arbeitsaufwand in der Verwaltung geführt. Die neue Regelung sorgt nicht für Begeisterung im Rathaus. Kämmerer Micha Thomas erklärte auf Anfrage, dass der tatsächliche Umstellungsaufwand in der Praxis „deutlich höher als erwartet“ sei.
Die Grundsteuer ist eine Abgabe, die alle Eigentümer von Grund und Boden zahlen müssen. Die Einnahmen fließen in die Kasse der Kommune, konkret also in die Stadtkämmerei von Traunstein. Die Grundsteuer A bezieht sich auf landwirtschaftlich genutzte Flächen, während die Grundsteuer B sowohl für bebaute als auch unbebaute Grundstücke gilt. Seit dem 1. Januar 2025 gilt ein neues System der Berechnung.
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