„Ich habe die Verstorbenen immer mit einem ‚Griaß Di‘ begrüßt.“ Diese Haltung verdeutlicht die besondere Atmosphäre, die beim jüngsten „Boandlkramer-Treffen“ in Nußdorf herrschte. Die Veranstaltung, die vom Traunsteiner Echo begleitet wurde, zeigte, dass die Totengräber und Leichenfrauen bei ihrem Zusammentreffen nicht dem Klischee des „todernsten“ Berufsfeldes entsprechen.
Zusammenkunft von Bestattungsfachkräften in Nußdorf
In Nußdorf versammelten sich rund 60 Totengräber und Leichenfrauen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisten aus verschiedenen Regionen an, darunter Ober- und Niederbayern sowie dem angrenzenden Oberösterreich und dem Salzburger Land. Das Treffen fand im Bürger- und Vereinsheim Nußdorf statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen das gegenseitige Kennenlernen, der professionelle Austausch und das gemeinsame Miteinander. Es handelte sich um das 34. Treffen dieser Art, das von den Anwesenden sichtlich geschätzt wurde.
Charakter des „Boandlkramer-Treffens“
Im Gegensatz zu einer klassischen Fortbildungsveranstaltung oder einem Seminar für Bestattungsdienstleister, definierte sich das Totengräbertreffen als ein informelles, geselliges Beisammensein. Die Organisatoren, Ernst Rachl und Otto Burghartswieser, betonten den ungezwungenen Charakter. Es wurde deutlich, dass die teilnehmenden Totengräber und Leichenfrauen oft über einen ausgeprägten Humor, insbesondere schwarzen Humor, verfügen und eine starke Verbundenheit untereinander pflegen.
Bildquelle: Walter Frehner auf Unsplash
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