Bezahlbares Wohnen ist ein zentrales Thema – Die Linke Traunstein hat ihre Liste für die Stadtratswahl aufgestellt.
Traunstein – Bei der jüngsten Aufstellungsversammlung hat Die Linke die Kandidatenliste für die bevorstehenden Stadtratswahlen verabschiedet. Die Spitzenkandidatur übernimmt Denis Holl, der von den Mitgliedern auf den ersten Platz gewählt wurde. Holl ist seit fast sechs Jahren im Stadtrat aktiv.
Kandidaten und deren Schwerpunkte
In den vergangenen Jahren setzte sich Holl in den verschiedenen Ausschüssen für Kultur und Sport, im Sozial-, Bildungs- und Familienausschuss sowie als Referent für das städtische Schwimmbad und die Freizeitangebote für eine soziale Kommunalpolitik ein. Innerhalb der Fraktionsgemeinschaft SPD/Die Linke vertritt er insbesondere die Interessen von Menschen, die sozial, gesundheitlich oder finanziell benachteiligt sind. Darüber hinaus fordert Holl eine maximale demokratische Mitbestimmung für Bürger aller Altersgruppen und Lebensentwürfe. „Dafür werde ich mich auch weiterhin einsetzen, wenn ich erneut in den Stadtrat gewählt werde“, erklärte Holl.
Auf dem zweiten Platz der Liste steht Trudi Klapfenberger-Öttl. Sie betont, dass Traunstein eine Stadt bleiben müsse, in der alle Bürger ein gutes Leben führen können. Klapfenberger-Öttl weist darauf hin, dass steigende Mieten und der Mangel an bezahlbarem Wohnraum für viele Bürger in Traunstein zu existenziellen Fragen geworden sind. Die Linke fordert daher eine verstärkte Rolle der Stadt im Wohnungsbau, den konsequenten Ausbau von sozialem und dauerhaft bezahlbarem Wohnraum sowie den Schutz der bestehenden Wohnungen vor Verdrängung.
Engagement für soziale Belange
Die Sozialpädagogin kritisierte zudem die Schließung der „Murmel“, eines Horts, der Schulkindern auch in den Ferien offenstand. „Dieses wichtige Angebot wird durch die offene Ganztagsschule bislang nicht ersetzt. Eine verlässliche Kinderbetreuung ist jedoch eine Grundvoraussetzung für Chancengleichheit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf,“ so Klapfenberger-Öttl weiter.
Den dritten Listenplatz belegt Fiona Carol Sampson. Sie setzt sich für eine Stadt ein, in der Mobilität für alle sicher, bezahlbar und umweltfreundlich ist. Zu ihren Forderungen zählen sichere Fuß- und Radwege, ein besser ausgebauter öffentlicher Nahverkehr sowie Konzepte zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs und zur Verbesserung der Lebensqualität. Die Kinderpflegerin betont: „Eine soziale Verkehrspolitik muss insbesondere Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Einschränkungen berücksichtigen.“
Auf den weiteren Listenplätzen folgen Markus-Werner Pegel, Barbara Stockinger, Daniel Strohmayer, Mona Huber, Manfred Dannhorn, Aaron Kronbichler und Markus Brenner. Alle Kandidaten setzen sich für bezahlbares Wohnen, eine familienfreundliche Stadt und eine nachhaltige, solidarische Verkehrspolitik ein.